Sehenswürdigkeiten in Nürnberg 
Sehenswürdigkeiten in Nürnberg

Sehenswürdigkeiten in Nürnberg


Tiergarten

Der Tiergarten liegt am Stadtrand von Nürnberg. Er ist ca. 67 Hektar groß und beherbergt rund 250 Tierarten. Die Geschichte führt zurück ins Mittelalter. Damals gehörte er vermutlich dem Burggrafen. 1912 wurde er auf dem ehemaligen Gelände der Landesausstellung. Im Zweiten Weltkrieg droht dem Tiergarten das Aus, weil er dem Bau des Reichsparteitagsgeländes und den Dutzendteichen im Wege stand. 1939 wurde ein neuer Zoo in der Nähe gebaut. Während des Luftangriffs wurden sowohl die Gebäude, als auch die Gehege vernichtend zerstört. Der Wiederaufbau wurde dann 1950 abgeschlossen. Noch heute wird er ständig durch Neubauten vergrößert. Heut gehört er wegen seiner Größe zu den größten in ganz Europa. Zuletzt erlangte der Landschaftszoo durch den Eisbären Flocke einen deutschlandweiten Bekanntheitsgrad. Der Besucherandrang ist zu jeder Jahreszeit groß. So zählt der Tiergarten mittlerweile über eine Million Besucher. Er ist wegen seiner Artenvielfalt bei Groß und Klein sehr beliebt. Hier kann man nicht einfach nur Hirsche und Kamele sehen, sondern man findet auch die verschiedensten Bären und Vögel. Ganz neu gebaut wurde die Raubtieranlage. Mit seinen prächtigen Löwen und Geparden, Tigern und Wölfen ist sie, neben den Delphinen, die Attraktion schlechthin. Derzeit wird mit Hochdruck an einer Lagunenlandschaft gebaut, in der die Delphine später einmal leben sollen. In Süddeutschland gibt es nur drei Tiergärten, in denen man die schönen Tiere sehen kann. Im Delphinarium finden stündlich Vorführungen statt. Für die Kleinen sind die Bimmelbahn, der Streichelzoo und der riesige Spielplatz ein tolles Erlebnis. Gegen den Hunger zwischendurch gibt es hier mehrere Imbissstände und Restaurants. Die Anlage ist sehr gut mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Am Haupteingang kann man sich Bollerwägen leihen. Die Wege sind zwar geebnet, allerdings durch den Höhenunterschied nur schwer mit dem Rollstuhl oder Kinderwagen zu befahren.


Felsengänge

Die Nürnberger Innenstadt ist nicht nur oberirdisch eine Reise wert. Auch unterirdisch gibt es hier einiges zu sehen. Unterhalb der Kaiserburg und unweit vom Hauptmarkt befinden sich die historischen Felsengänge von Nürnberg. Sie sind teilweise mehrere Stockwerke tief und so weit verzweigt, das Teile der Stollengänge und Keller bis heut nicht entdeckt werden konnten. Klar ist jedoch, dass die Gänge bereits im Mittelalter angelegt wurden. Sie spielen in der Geschichte der Bierbrauerei eine besondere Rolle. Bereits 1303 wurde das Nürnberger Reinheitsgebot festgelegt, wonach das Bier nur mit bestimmten Zutaten und unter bestimmten Voraussetzungen gebraut werden darf. Noch heut ist das Bier aus Nürnberg dafür bekannt und beliebt. Wer damals das Getränk herstellen wollte, der musste einen Keller für die Kühlung haben. Also grub jede der rund 200 Brauereien einen Keller in den Sandstein. Da der Verzehr des Gesöffs stetig stieg, mussten zum lagern auch ständig neue Keller, bzw. neue Stockwerke angelegt werden. Die zahlreichen Gänge, Etagen und Kellerräume ergaben dann ein einzigartig großes Labyrinth. Die Gänge dienten nicht nur als Lager, sondern auch zur Wasserversorgung. Mittels so genannter Lochwasserleitungen wurde das Grundwasser an Brunnen weitergeleitet. Aber auch im zweiten Weltkrieg spielten die Felsengänge eine große Rolle. Durch das einfache, aber doch geniale Be- und Entlüftungssystem, welches im gesamten Labyrinth für frische Luft sorgte, konnten die Gänge als Luftschutzbunker genutzt werden. Hier fanden bei den verheerenden Luftangriffen 1945 rund 40.000 Menschen Schutz. Aber auch bedeutende Kunstschätze wurden in den Kellern gelagert. Die einzigartige Geschichte der Felsengänge kann man nur mit einer Führung erleben. Der Förderverein bietet viele verschiedene Touren durch die Gänge an. Besonders die Kleinen kommen auch hierbei auf ihre Kosten. Am Besten informiert man sich über Preise und Führungszeiten auf der Homepage.


Hauptmarkt

Der Nürnberger Hauptmarkt befindet sich zentral in der Nürnberger Altstadt und hat eine Fläche von ca. 5.000 Quadratmetern auf dem werktäglich der Wochenmarkt stattfindet. Die berühmteste Marktveranstaltung ist der Nürnberger Christkindlesmarkt, welcher jährlich in der Adventszeit abgehalten wird. Er ist mit rund zwei Millionen Besuchern nicht nur einer der größten Weihnachtsmärkte Deutschlands, sondern auch einer der berühmtesten der Welt. Den Ursprung kann man leider trotz intensiver Nachforschung nicht mehr bestimmen. Der älteste Nachweis für den Christkindlesmarkt ist eine Schachtel aus Nadelholz, welche sich im Moment im Germanischen Nationalmuseum befindet. Sie stammt aus dem Jahre 1628. Im 12. Jahrhundert war der Hauptmarkt noch Sumpfgebiet am Ufer der Pegnitz. Das Sumpfgebiet wurde zu dieser Zeit vertriebenen Juden als Siedlungsgebiet überlassen. Bei einem Pogrom im Jahr 1349 wurde das Ghetto vollkommen zerstört und anstelle der jüdischen Häuser legte man damals zwei große Marktflächen an. Aus einer der Flächen entstand der heutige Hauptmarkt. In den Jahren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurde er Teil der Reichsparteitage. Am Rande des Areals befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten Nürnbergs, unter anderem der Schöne Brunnen, welcher der Legende nach die Spitze der Frauenkirche als Turmspitze zieren sollte, das Rathaus mit seinen Lochgefängnissen und die Kaiserburg. Im Sommer wie im Winter lädt der Hauptmarkt zum verweilen und shoppen ein. Auch ist er Treffpunkt so manch kurioser Führung. Man trifft sich hier Punkt neun, zum Glockenschlag, um die Führung des Nürnberger Ghost Walk zu beginnen. Ein Mann in historischer Kluft weiß über manch Unerklärliches zu berichten und führt zu den Orten der Geschehnisse. Fazit: als kultureller Punkt der Altstadt, ist der Hauptmarkt ein absolutes Muss für jeden Besucher Nürnbergs.


St. Johannis Friedhof

Eines der weltbekanntesten Friedhöfe, ist der St. Johannis Friedhof in Nürnberg. Die Grabsteine sind mit historischen, künstlerischen und wertvollen Bronzeepitaphien gestaltet. Auf dem Friedhof findet man auch eine Vielzahl an Rosenbüschen, weshalb man ihn auch Rosenfriedhof nennt. Aufgrund zahlreicher historischer Sehenswürdigkeiten zählt er zu den weltbekanntesten Touristenzielen innerhalb des Friedhoftourismus. Das Areal ist westlich der Nürnberger Stadtmauer in St. Johannis. Mitten auf dem Gelände steht die St.-Johannis-Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Im Osten der Anlage befindet sich die runde Holzschuher-Kapelle, die von Hans Beheim dem Älteren in den Jahren 1513 bis 1515 errichtet wurde. Hier ruht die Familie Holzschuher, eine einflussreiche Patrizierfamilie nach der die Kapelle benannt ist. Im Laufe der Jahrhunderte erhöhte sich das Niveau des Friedhofes was dazu führte dass der Eingang der Holzschuher-Kapelle niedriger wurde. 1395 weihte man den St.-Johannis Friedhof als Pestfriedhof ein, denn während der großen Pestepidemien im Mittelalter untersagte der Stadtrat jegliches Begräbnis innerhalb der Stadtmauern. Es kamen außer dem St. Johannes Friedhof noch weitere Pestfriedhöfe hinzu. Neben Normalbürgern findet man hier auch die Prominenz der Stadt. So ruhen hier unter anderem Albrecht Dürer, Anselm Feuerbach, Hans Sachs und Veit Stoß. Aber ohne Hinweisschilder, Gräbernummern und Übersichtstafeln würde der Besucher die Grabstellen im Gräberfeld des historischen Teils nicht finden. Die kunstvollen Epitaphien erzählen bei näherem Hinsehen die Geschichte über Herkunft, Beruf, Stand und Umgang mit dem Tod der Verstorbenen. Der Status eines Menschen wurde im Mittelalter durch sein Handwerk und seiner Familie bedeutend geprägt. Der Johannisfriedhof ist für jeden Besucher Nürnbergs eine Besichtigung wert.


Albrecht-Dürer-Haus

Albrecht Dürer wurde im Mai 1471 in Nürnberg geboren. Der deutsche Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsthistoriker lebte und arbeitete in dem heutigen Albrecht-Dürer-Haus bis zu seinem Tod 1528. Ebenfalls lebten in dem Haus seine Frau, seine Mutter und mehrere Lehrlinge, sowie Gesellen und Hausangestellte. Heute beherbergt das Gebäude ein Museum und gehört zum Verbund Museen der Stadt Nürnberg. Der Besucher findet das Dürerhaus unterhalb der Kaiserburg direkt am Tiergärtnertor. Es wurde um 1420 errichtet. Die Familie Dürer erwarb das Haus 1509 laut einem erhaltenen Kaufvertrag für 275 Gulden. Erstaunlicherweise überstand das Dürerhaus die vollständige Zerstörung der Altstadt gut. Breits 1949 konnte es der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Im ersten Stock befinden sich die weitgehend originale Küche und die beiden Wandererzimmer sowie die ab 1870 rekonstruierten Wohnräume. Bei der Rekonstruktion beachtete man die im Spätmittelalter typische Abfolge von Stube und Kammer. Der größte Raum im zweiten Obergeschoss war vermutlich wegen seiner Größe und dem gleichmäßigen Nordlicht die Werkstatt Dürers. Hier findet der Besucher noch Malwerkzeuge und –materialien. Aber auch Geräte für den Druck sind in den Räumlichkeiten ausgestellt. Natürlich werden dem Interessierten die gängigen Druckverfahren zu Zeiten Dürers präsentiert. Das Museum stellt auch einige Werke des ehemaligen Hausherren aus. Eine besondere Führung ist die Agnes-Dürer-Führung. Mit Hausfrauenhaube und dickem Schlüsselbund am Rock plaudert die Frau des großen Künstlers gern aus dem Nähkästchen und zeigt ihre ehemaligen Räumlichkeiten. Damit vermittelt man den Gästen auch oft Unbekanntes vom Leben und Arbeiten in dem berühmten Künstlerhaushalt. Für Kinder bietet das Museum eine eigene spannende Agnes-Führung. Leben und Wirken eines Künstlers werden hier wieder lebendig und somit ist das Dürer-Haus ein absolutes Muss für jeden Touristen.


Reichsparteitagsgelaende_nuernberg

Das Reichsparteitagsgelände befindet sich im Südosten Nürnbergs und ist sowohl mit dem Auto, als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Hier wurden in den Jahren 1933 bis 1938 die Reichsparteitage der NSDAP abgehalten. Besonders markant ist die unvollendete Kongresshalle, die an das Kolosseum in Rom erinnert. In Teilen der Halle befindet sich heute das Dokumentationszentrum, in dem man zahlreiche Sonderausstellungen über das Dritte Reich, sowie die Dauerausstellung „Faszination und Gewalt“ besuchen kann. Das Gelände umfasst eine Gesamtfläche von über 16,5 km². Weiterhin sind das Zeppelinfeld, die Zeppelintribüne und eine riesige Baugrube für das geplante Deutsche Stadion, als bauliche Hinterlassenschaft des NS-Regimes geblieben. Die Baugrube ist heute bei den Bürgern als Silbersee bekannt, welcher aber durch Aussickerungen des Silberbruck gesundheitsschädliches Wasser enthält. Der Silberbruck besteht aus dem Aushub der Grube und dem Bauschutt der Bombardierungen des zweiten Weltkrieges, von deren Spitze, 38 m über der Wasserfläche der Teiche, man einen herrlichen Ausblick bis zur Kaiserburg hat. Die Parkatmosphäre, rund um die Dutzendteiche, laden die Besucher zu einem Spaziergang ein. Inzwischen finden auf dem Gelände wieder Großveranstaltungen, wie das Rockfestival „Rock im Park“ und die Nürnberger Volksfeste, statt. Aufgrund der hohen Anzahl der stattfindenden Veranstaltungen, installierte die Stadt Nürnberg eigens für das Gelände ein Verkehrsleitsystem, was rund 26,3 Millionen Euro kostete. Es zählt zu den umfangreichsten Verkehrsleitsystem Europas. Neben Historischem und Festen, ist auch das Stadion des 1. FC Nürnbergs, das easyCredit-Stadion, auf dem Areal beheimatet. Das Gelände deckt viele Interessen ab und ist gegenwärtig eine kulturelle Bereicherung der Stadt.


St. Lorenz

Eine der bekanntesten Kirchen der Stadt ist die gotische St. Lorenz Kirche. Einst war sie Pfarrkirche südlich der Pegnitz im mittelalterlichen Siedlungskern der freien Reichsstadt Nürnberg und bildet noch heute das Pendant zu der Kirche St. Sebald. St. Sebald befindet sich im nördlichen Teil der Metropole. Nach dem zweiten Weltkrieg baute man den stark beschädigten Kirchenbau wieder auf. Das Dach und das Gewölbe wurden beim Luftangriff und im Endkampf um Nürnberg schwer beschädigt. Der Dachstuhl konnte glücklicherweise vollkommen neu konstruiert werden. Eine kleine dreischiffige Pfeilerbasilika namens Laurentius Kapelle aus den Jahren 1235 und 1258 war der romanische Vorgängerbau der heutigen St. Lorenz Kirche. Dies belegen Ausgrabungen um 1929. Der Bau erfolgte stets unter dem Vorbild der Sebalduskirche. St. Lorenz schaffte es jedoch nie den Status ihrer Schwesterkirche zu erreichen. Finanziert durch die reichen Patrizia der Stadt, konnte das Gotteshaus errichtet werden. Um 1390 konnte man den Bau fertigstellen und erweiterte die Seitenschiffe, indem die Außenwände nach Außen verschoben wurden. Die nun im Inneren der Kirche befindenden Strebepfeiler bildeten eine kleine Privatkapelle für Ratsgeschlechter. Von 1439 bis 1477 ist der Hallenchor errichtet worden. Ein interessanter Fakt ist, dass St. Lorenz eine der ersten Kirchen Deutschlands evangelisch-lutherisch wurde. Es finden sich zahlreiche Kunstwerke an und in der Kirche. Unter anderem der im Chor aufgehängte Englische Gruß. Er zeigt die großen, farbig gefassten und vergoldeten Holz-Figuren von Maria und Gabriel bei der Verkündung. Umgeben sind die beiden Figuren von einem Kranz aus 55 goldenen Rosen. Über ihnen hat der Bildschnitzer Veit Stoß den segnenden Gottvater profiliert. Es lohnt sich diesen herrlichen Kirchenbau persönlich zu besuchen. Durch die 1978 angelegte U-Bahnstation ist St. Lorenz gut zu erreichen. Mit dem Besuch lässt sich auch wunderbar ein Bummel durch die Altstadt vereinbaren.


Kaiserburg Nürnberg

Die Kaiserburg ist das Wahrzeichen der Stadt Nürnberg. Sie liegt nördlich der Pegnitz und oberhalb der Altstadt. Hier residierten bis 1571 alle Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches. Wenn man einmal den Anstieg hinauf überwunden hat, wird man an den südlichen Gemäuern mit einem herrlichen Blick über Nürnbergs City entlohnt. Heute zählt die Burg zu einen der bedeutendsten Kunst- und Baudenkmälern und wurde 1140 von Konrad dem Dritten errichtet. In der Burg selbst befindet sich ein Museum, wo der Besucher unter anderem über die wechselvolle Geschichte und die komplizierten baulichen Entwicklungen informiert wird. Das Burgmuseum ist ein Teil des Germanischen Nationalmuseums, welches zu den größten kulturhistorischen Museen Deutschlands zählt. Besichtigen kann man das Hauptgebäude, das Kaiserzimmer, die romanische Doppelkappel, der Tiefe Brunnen, welcher die Wasserversorgung während einer Belagerung sicherstellen sollte, der Sinwellturm und eine Sammlung von Waffen und Geräten. Der Innenhof der Anlage besticht durch seinen mittelalterlichen Charme und über die 1538 angelegten Burgbasteien ist ein ausgedehnter Rundgang möglich. In der Mitte der Burg kann man noch heut die Reste der Burggrafenburg und den Fünfeckturm sehen. Direkt neben der Burg befindet sich der ehemalige Kornspeicher, in dem heut eine Jugendherberge ist. Im Burggraben lassen Gaukler, Kaufleute und Handwerker einmal im Jahr die alten Zeiten, im Rahmen eines Mittelaltermarkts, wieder aufleben. Wer es etwas ruhiger mag, der zieht sich am besten in den Burggarten zurück. Nach einem ausgiebigen Rundgang auf der Burg läd das Restaurant „Burgwächter“, welches sich am Fuße des Komplexes befindet, zur gemütlichen Einkehr ein. Einen Besuch verbindet man am besten mit einem Stadtbummel, da auch dort viel zu bestaunen ist.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Nürnberg

Bundesland:
Bayern

Regierungsbezirk:
Mittelfranken

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
309 m ü. NN

Fläche:
186,38 km²

Einwohner:
503.673

Autokennzeichen:
N

Vorwahl:
0911, 09122, 09129

Gemeinde-
schlüssel:

09 5 64 000



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